Die Traumschwangerschaft mit Belinda

 

 

Da Anfang April 2001 nun schon zum zweiten Mal meine Regel ausgeblieben war und ich seit März auch immer so ein Ziehen in der Brust hatte, habe ich mich nun doch gewagt zum Frauenarzt zu gehen. Langsam machte ich mir schon Gedanken darüber schwanger sein zu können. Ich hatte es jedenfalls schon zweimal in der Vergangenheit erlebt, daß meine Regel ausblieb und ich dann beim Frauenarzt war und der keine Schwangerschaft festellten konnte. Er sagte nur, daß das manchmal vorkommt und das evtl. meine Regel noch verspätet kommt. Das geschah dann aber nicht. Anstattdessen war sie diesmal  schon zweimal ausgeblieben. Und jetzt bewahrheitete sich meine Vermutung. Am Gründonnerstag, dem 12.04.2001 bestätigte mir mein Frauenarzt dann die Schwangerschaft. Ich war bereits in der 8.SSW. Auf dem Ultraschall konnte man auch schon etwas erkennen. Einen großen undefinierbaren Punkt. Dann sagte er mir das bis jetzt alles O.K. sei und zeigte mir den Herzschlag. Das war schon ein faszinierendes Gefühl diesen Herzschlag zu sehen. Ich konnte es erst gar nicht fassen so eine schöne Osterbotschaft zu erhalten. Jedenfalls sollte ich am 24.04.2001 nochmal zur Untersuchung kommen. Die Arzthelferin nahm mir Blut ab und es wurde wieder ein Ultraschall (1.Screening) gemacht und man konnte nun schon etwas mehr erkennen. Einen Menschen doch schon viel ähnlicher als 2 Wochen zuvor. Welch rasante Entwicklung. Mein Baby war jetzt schätzungsweise 28 mm lang.

 

1.Bild von Belinda am 12.04.2001 (Ich bin schwanger!!!)

 

Ultraschall am 24.04.2001 (11.SSW). Belinda wird solangsam babyförmig!

 

Meine Eltern habe ich dann Ostern gleich eingeweiht und Garys Eltern haben es dann auch erfahren. Ansonsten wollte ich aber doch noch bis Mai warten es Anderen zu erzählen, vor allem auf Arbeit. Meine Frauenarzt hatte nämlich gesagt, daß man noch einen frühen Abgang haben könnte. Aber am riskantesten sei wohl die 8.SSW. Na ja, die hatte ich dann ja bald auch ganz gut überstanden. Jedenfalls hatte ich bis auf das Brustziehen und manchmal ein wenig Bauchschmerzen, die am nächsten Tag aber immer wieder verschwunden waren, keine besonderen Beschwerden. Ich war aber ständig müde.

Am 07.05.2001 hatte ich dann meine erste offizielle Vorsorgeuntersuchung. Es war alles in Ordnung und ich bekam endlich meine heißersehnten Mutterpaß. Blutgruppe 0, Rhesusfaktor positiv etc. Im Ultraschall konnte man jetzt endlich ein Baby erkennen. Es sah aus, als ob mein Baby auf einem Ball herumhüpfte. Total süß. Man gab mir dann eine Bescheinigung über die Schwangerschaft für meinen Arbeitgeber mit. Mein letzter Arbeitstag sollte demnach der 08.10.2001 sein. Na ja, noch ziemlich lange hin dachte ich mir da.

 

07.05.2001 (12.SSW). Endlich perfekte Babyform mit Ball!

 

Mitte Mai habe ich dann meinem Arbeitgeber und den Kollegen die Schwangerschaft mitgeteilt. Ende Mai hatte ich dann Urlaub und bin mit meinen Eltern und meiner Oma nach Spanien an die Costa de la Luz (Andalusien/Atlantikküste) gefolgen. Gary hatte leider keinen Urlaub bekommen. Mein letzter richtiger Urlaub alleine, d.h. ohne Kind, dachte ich mir. Ich genoß den Urlaub sehr. Aß fiel. Wahrscheinlich zuviel. Das Essen war aber so lecker. Wir hatten Halbpension und am Büffet konnte man essen soviel man wollte. Na ja, ich sagte mir ja, ich esse zum Wohle meines Babys. Und vor der Schwangerschaft hatte ich ja insg. 20 kg abgenommen gehabt. Aber seit dem Urlaub ging dann die Gewichtszunahme erst richtig los.  Ich war jetzt im 2.Trimester (4.-6.Monat), dem man ja nachsagt es sei die angenehmste Zeit. Kein anfängliches Unwohlsein bzw. keine extreme Müdigkeit mehr wegen der Hormonumstellung und noch keine Beschwerden wegen dem dicken Bauch. Ich fühlte mich einfach wohl. Sogar beim Sevillaausflug fühlte ich mich pudelwohl. Wir sind den halben Tag durch die Stadt gelaufen und das bei 38 Grad Celsius. So eine Hitze kannte ich ja schon von den Philippinen, wo ich ja erst im November 2000 gewesen bin. Abends war ich nur normal müde, wie jeder es gewesen wäre.

Nach dem Spanienurlaub hatte ich dann den nächsten Vorsorgetermin bei einer Hebamme, die zu meinem Frauenarzt in die Praxis kommt. Sie ist Beleghebamme am Neuköllner Krankenhaus und macht auf Wunsch eine Rundumbetreuung (Vorsorge, Geburt und Wochenbettbetreuung). Sie war mir sehr sympathisch. Sie macht Entbindungen im Neuköllner Krankenhaus gegen eine Rufbereitsschaft i.H.v. DM 350,00. Die Hebamme untersuchte mich mit einem Herztongerät und taste meinen Bauch ab. Alles im Rahmen. Sie empfahl mir zur Vorbeugung gegen Eisenmangel Kräuterblutsaft. Von nun an nahm ich täglich 4 Eßlöffel Kräuterblutsaft zu mir. Schmeckte zwar nicht doll, aber da die Eisennahme vom Körper durch das Trinken von Orangensaft begünstigt wird, trank ich danach meistens O-Saft und dann war der Geschmack sozusagen harmonisiert. Die Einnahme zahlte sich aus. Ich hatte bis zum Ende der Schwangerschaft gute Eisenwerte.

Na ja, jedenfalls verging der Sommer 2001 wie im Fluge und mir ging es meistens gut. Nur die Hitze machte mir sehr zu schaffen, da einem mit so einem Hochofen im Bauch ja noch wärmer als anderen Nichtschwangeren. Jedenfalls ließ ich mich ein paar Mal krankschreiben. Die Abteilung war leider während meines Urlaubs von Berlin-Wilmersdorf nach Berlin-Tegel umgezogen, so daß sich mein Arbeitsweg pro Strecke von 45 Minuten auf knapp 1 Stunde und 15 Minuten verlängerte. Ich mußte somit vom tiefen Süden Berlins in den hohen Norden quer durch Berlin fahren. Die Fahrt mit S- und U-Bahn viel mir immer sehr schwer bei der Hitze und dann haben wir auf Arbeit keine Klimaanlage. Puhh, das war gar nicht auszuhalten. Dann sagte ich mir, daß es besser wäre mal ein wenig zu Hause in der kühlen Wohnung zu bleiben und sich zu entspannen. Mein Baby sollte sich schließlich auch wohl fühlen und wenn es mir besser ging, ging es ihm bestimmt auch besser.

Anfang Juli haben wir uns zwei in Frage kommende Krankenhäuser angeschaut, die Lichtenrade am nächsten liegen. Als erstes schauten wir uns das St.Joseph-Krankenhaus in Tempelhof an. Dieses Krankenhaus war jedenfalls schon von Anfang an mein Favorit, da ich dort 1973 auch das Licht der Welt erblickt hatte. Nachdem die Ärztin etwas zum Geburtsablauf in ihrem Krankenhaus erzählt hatte, konnte man Fragen stellen. Am Ende des Votrags wurde dann noch ein sehr interessanter Film gezeigt, in der auch eine Geburt gezeigt wurde. Zum Abschluß konnte man dann auch den Kreißsaal in kleineren Gruppen besichtigen. Der Kreissaal befindet sich im Neubau, direkt neben der neuen Kinderklinik inkl. Neugeborenenintensivstation. Sehr helle, angenehme Räume. 4 Entbindungszimmer mit Romarad u.a. Außerdem gibt es seit Neuesten eine Wanne für Wassergeburten. Auf der Wochenbettstation wird 24 Std. Rooming-In angeboten. Das Krankenhaus gefiel mir sehr gut und auch das Personal war sehr freundlich, aber dennoch schauten wir uns noch das Neuköllner Krankenhaus an. Nach dem Votrag und einer Dia-Show konnte man auch hier den Kreißsaal besichtigen. Auch hier war das Personal supernett und die Bedingungen waren ähnlich wie im St.Joseph-Krankenhaus (Rooming-In, Kinderklinik). Es gab zwei Entbindungszimmer mehr und das Krankenhaus war insg. etwas größer. Der Kreißsaal war auch sehr nett eingerichtet, aber mehr im Stil der 60/70'er Jahre. Ich entschied mich dann doch für das St.Joseph-Krankenhaus, da ich das Gefühl hatte mich dort wohler zu fühlen. Ich entschied mich meine Hebamme dann nur für die Vorsorge und die Wochenbettbetreuung zu nehmen.

Mitte Juli konnte ich dann endlich ganz zarte Kindsbewegungen spüren. Fast gar nicht wahrnehmbar.

                                                                      (C) Anne Geddes

Am 16.07.2001 (22.SSW) hatte ich mein 2.Ultraschall-Screening. Die Arzthelferin sagte nur beim Wiegen ich solle etwas mit der Gewichtszunahme aufpassen, da es ein wenig zu viel war (ich vermutete aber das es daran lag, daß ich vor der Schwangerschaft so viel abgenommen hatte und sich deshalb mein Körper noch nicht richtig angepasst hatte. Meine Hebamme war gleicher Meinung mit mir) . Beim Ultraschall war wieder alles prima in Ordnung und das Wachstum des Babys lag im Durchschnitt. Ich fragte den Arzt, ob man denn schon erkennen könnte welches Geschlecht mein Baby hätte. Er guckte zweimal ganz genau hin und sagte das er zu ca. 80 Prozent sagen könnte, daß es ein Mädchen sei. Jedenfalls könne er den entscheidenen Körperteil für einen Jungen nicht erkennen. Bei der nächsten Ultraschalluntersuchung solle ich ihn nochmals fragen. Leider habe ich bei der ganzen Aufregung, daß ich eine Tochter bekäme vergessen mein Arzt um ein Ultraschallbild zu fragen. Schade.

Anfang August ging dann meiner 1.Kurs im St.Jospeh-Krankenhaus los: Yoga für Schwangere. Geleitet wurde der Kurs von einer Vietnamesin, die ihr Fach wirklich super beherrscht. Ich ging nun 1x wöchentlich bis zur Geburt dahin. Nach der Meditation machten wir noch gymnastikähnliche Übungen (vor allem Dehnübungen) und Atmungsübungen. Wichtig waren auch die Tönübungen (ein lautes A,O etc.) Zum Schluß folgte noch eine Entspannungsübung. Jedenfalls war der Kurs immer eine Wohltat und man fühlte sich immer total erholt danach.

Nun fing noch der Schwangerengymnastikkurs an. Beckenbodenübungen und Dehnübungen, die man auch gut zu Hause nachmachen kann, wenn man einen Pezziball hat. Von da an machte ich dann fast jeden Tag ein paar Übungen zu Hause.

Ich war froh, daß ich die Kurse mitmachte, denn jetzt Anfang September wurde die Schwangerschaft doch so allmählich beschwerlich und die Übungen waren wirklich sehr hilfreich gegen Rückenschmerzen und Haltungsprobleme. Ich hatte jetzt noch zwei Wochen Urlaub und mein Geburtsvorbereitungskurs begann. Sechs Termine mit Atem- und Entspannungsübungen, Aufklärung über den Ablauf der Geburt, Stillen etc. durch eine Hebamme.

Belinda war jetzt total lebendig und bewegte sich ziemlich regelmäßig. Ihr Papa konnte sie auch schon spüren.  Es sah aus, als ob jemand Dellen in meinen Bauch haut.

Jetzt hatten wir, Belindas Eltern, doch endlich nochmal Gelegenheit ein Wochenende gemeinsam wegzufahren. Das sollte eigentlich der letzte gemeinsame Urlaub zu zweit sein. Wir fuhren nach Zingst am Darß an die Ostsee und wohnten dort für zwei Nächte in der Jugenherberge. Wir genossen den Kurztrip sehr. Saßen im Strandkorb und genassen die Sonne. Und aktiv waren wir auch. Wir mieteten ein Fahrrad und radelten den Deich entlang und fuhren durch den Wald. Einen ganzen Nachmittag waren wir unterwegs. Abends wollten wir Fisch essen, aber die Fisch-Restaurants waren dermaßen voll, das wir zum Chinesen gingen. Der Fisch ist trotz Ostseenähe superteuer. Schade ich und Belinda wollten eigentlich schön Fisch essen. Soll ja gesund sein!

Am 10.09.2001 (30.SSW) hatte ich nun mein 3.Ultraschallscreening. Gary kam nun einmal mit, da er sein Baby auch mal sehen wollte. Die Arzthelferin nahm wieder Blut ab und untersuchte, wie üblich, meinen Urin. Dann kam ich das erste Mal ans CTG. Keine Wehen, aber es waren kräftige Herztöne zu hören. Die Arzthelferin hatte erst Probleme mit dem Anlegen des CTG, da das Baby so lebendig war. Es war ein tolles Gefühl. Beim Ultraschall stellte mein Arzt eine Vorderwandplazenta fest und daß das Baby schon in Schädellage (d.h. Kopf nach unten) lag. Freu. Es wurde uns nun definitiv bestätigt, daß wir ein Mädchen bekommen und sie entwickelte sich prächtig. Gary war begeistert seine Kleine das erste Mal zu sehen. Es war zwar schon langsam schwierg etwas zu erkennen, da es ja langsam eng wurde für sie, aber man konnte doch einiges gut erkennen. Wegen meiner Beschwerden mit Krämpfen in den Beinen, die meistens nachts auftraten verschrieb mir der Arzt Magnesium.

 

10.09.2001 (30.SSW) Unser Baby turnt ganz schön herum und unten sieht man sehr gut den Kopf.

 

Gary und ich hatten uns schon vorher auf Namen für ein Mädchen oder Jungen geeinigt. Nun sollte unser Baby Belinda heißen. Ich hatte mir ein Namenslexikon gekauft und da fiel mir dieser Name wieder auf. Das erste Mal aufgefallen ist mit der Name aber schon in der 80er Jahren. Da war gerade eine hübsche Sängerin mit guter Stimme in den Charts. Belinda Carlisle. Ich hatte damals schonmal daran gedacht, daß ich gerne eine evtl. zukünftige Tochter mal so nennen wollte. Im Namenslexikon steht zu "Belinda" folgendes: im 20.Jh. aus dem Englischen übernommener weibl.Vorname (der erste Bestandteil gehört vielleicht zu german. badu- >>Kampf<<, der zweite Bestandteil entspricht ahd. lind >>sanft, weich, mild<<, auch beeinflußt durch ahd. linta >>Linde, Schild aus Lindenholz<<). So hieß Rolands Frau im mittelalterlichen Karlsroman. Einfluss auf die englische Namengebung des 18. und 19. Jh.s übte Alexander Popes Versepos >>The Rape of the Lock<< aus, dessen schöne Heldin diesen Namen trägt. Die Vergabe des Vornamens >>Belinda<< im deutschsprachigen Raum ab den 60er-Jahren ist z.T. durch die englische Filmschauspielerin Belinda Lee (1935-1961) und den Schlager >>Pretty Belinda<< angeregt worden.

Mein Kurs "Schwimmen für Schwangere" und 3 Termine "Säuglingspflegekurs" fingen nun an. Das St.Joseph-Krankenhaus bietet diese Kurse auch an und zwei Wochen lang überschnitten sich 5 Kurse an 4 Tagen. Also volles Programm. Bis mein Gymnastikkurs und der Säuglingspflegekurs Mitte September endeten. Aber ich fühlte mich immer wohl, da man ja meistens auch was für sein Wohlbefinden tat.

Mitte September bin ich dann noch wegen eines Zuckertests zur Frauenarztpraxis gegangen. Da meine Mutter Diabetes hat, besteht bei mir ein Risiko. Ich besorgte dazu eine Flüssigkeit in der Apotheke. Ich kam nüchtern morgens in die Praxis. Mir wurde Blut abgenommen, dann sollte ich den Saft trinken und in einer Stunde wiederkommen. Zwischendurch sind wir rüber zum Jugendamt ins Rathaus Tempelhof gegangen. Gary wollte, da wir noch nicht verheiratet sind, eine Vaterschaftsanerkennung machen. Das hat uns die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs empfohlen, da so der Vater schon mit auf Belindas Geburtsurkunde mit eingetragen wird und man so nach der Geburt einige Kosten und Rennerei spart. Da wir länger warten mußten, ging ich dann nach der Stunde wieder zur Arztpraxis. Es wurde mir wieder Blut abgenommen und nach einer Stunde sollte ich zur letzten Blutabnahme kommen. Im Rathaus wieder angelangt waren wird dann endlich dran und wurden belehrt. Wir unterschrieben beide ein Dokument und erhielten jeder eine Durchschrift. Eine Durchschrift sollten wir dann nach der Geburt im Krankenhaus abgeben. Nach der letzten Blutabnahme, teilte mir die Arzthelferin mit, daß ich keine bedenklichen Zuckerwerte hätte. Ich konnte nun endlich wieder essen. Puh, dieser Tag war vielleicht anstrengend. Glücklicherweise hatte ich Urlaub.

Von nun an sollte ich alle zwei Wochen zum Frauenarzt kommen. Am 25.09.2001 (33.SSW)hatte ich nun nochmal ein Ultraschall und Belinda ist wieder gewachsen und ist immer noch in Schädellage. Der Arzt sagte, daß es jetzt eher unwahrscheinlich wird, daß sie sich noch dreht. Bis jetzt sehe alles nach einer normalen Spontangeburt aus. Diesmal erhielt ich meine letzten Ultraschallbilder. Es war ja auch immer schwieriger etwas zu erkennen.Voll süß!

 

25.09.2001 (33.SSW) Oben ein Fußabdruck. Unten eine Hand die einem zuwinkt. Ist das nicht süß?!

 

Am 01.10.2001 war dann mein letzter Arbeitstag, da ich noch Resturlaub nahm. Ich war schon sehr froh darüber, da es ja jetzt immer beschwerlicher wurde. Endlich geschafft!

Am 03.10.2001 sollte ich zu meiner Freundin Aida (eine Filipina ) zum Frühstück kommen. Auf einmal saßen da noch andere Freunde und Bekannte von mir. Was für eine Überraschung. Sie hatten eine Babyshowerparty für mich vorbereitet (in den USA üblich um einen werdenen kleinen Erdenbürger zu beschenken). Es gab lecker philippinisch zu essen und ich bekam Babystrampler, Spielzeug und Badeöl für Belinda geschenkt. Außerdem habe ich noch den Kinderwagen von meiner Freundin mitgenommen, den ich ihr abgekauft hatte. Da er bei ihr im Keller stand, mußte ich ihn nur noch sauber machen, ansonsten war er O.K.

Die weiteren Vorsorgeuntersuchungen mit CTG verliefen problemlos. Der Arzt machte noch einen Chlamydientest (ohne Befund). Ich bekamm langsam Probleme mit Wassereinlagerungen. Vor allem in den Händen. Das war vielleicht unangenehm. Der Arzt sagte aber, daß das zum Ende der Schwangerschaft hin normal sei. Und mit dem Sitzen wurde es auch immer schwieriger. Mein Steißbein tat weh und meine Rippen taten weh, weil Belinda sich da wohl breitmachte. Belinda hatte jetzt immer weniger Platz sich zu bewegen, obwohl sie ja schon recht munter war.

Ich erhielt vom Arzt eine Überweisung zu einer Flowmessung mit Dopplerultraschall. In der 36.SSW (22.10.2001) ging ich nun zu einer Frauenarztpraxis in Alt-Mariendorf, wo montags immer ein Spezialist aus einem Krankenhaus kommt, um diese speziellen Untersuchungen zu machen. Fruchtwassermenge: obere Norm. Schätzgewicht 2.680 g: obere Norm. Blase stark gefüllt. Normaler uteriner Flow. Das Baby wird von der Plazenta gut versorgt.

Mein Bauch war nun schon ziemlich spitz und abstehend geworden. Ich erinnerte mich, daß ich eine ganze Weile in der Schwangerschaft immer nur dick ausgesehen hatte. Aber jetzt sah man unverkennbar, daß ich hochschwanger war. 

Nach dem Yogakurs für Schwangere hatte ich so ein Ziehen im Bauch. Ich dachte erst das lege an dem Wetterumschwung, denn es war ziemlich kalt geworden, aber die Yogalehrerin meinte, das seien bestimmt die Senkwehen. Nach dem Yoga hatte ich ohnehin einen Vorsorgetermin beim Arzt. Am CTG konnte man dann wirklich leichte Wehen erkennen. Der Arzt bestätigte dann die Senkwehen. Belindas Herztöne waren in Ordnung.

In der gleichen Woche am 25.10.2001 (jetzt 37.SSW), hatte ich auch noch einen Vorstellungstermin im Krankenhaus. Nach dem Ultraschall hatte ich ein Beratungsgespräch über die bevorstehende Geburt und ich wurde gefragt, ob ich evtl. eine Wassergeburt wolle. Ich sagte, daß ich daran schon sehr interessiert wäre und es evtl. in Erwägung ziehen würde. Dann mußte ich noch eine Urinprobe abgeben und ich wurde vaginal untersucht. Die Herztöne wurden auch überprüft. Na ja, es war jedenfalls wieder alles O.K. Man sagte mir, daß Belinda jetzt schon reif sei.

Das darauffolgende Wochenende hatte ich immer mal wieder diese Senkwehen, nachdem ich 2 Tage Ruhe hatte.

Am 01.11.2001 (38.SSW) hatte ich wieder einen Vorsorgetermin beim Arzt. Die Arzthelferin überprüfte den Urin und ich kam ans CTG. Da sie keine Wehen festellen konnte, sollte ich Kniebeugen zur Anregung der Wehentätigkeit machen. Wieder nichts. Das CTG war laut Arzt völlig O.K. auch ohne Wehentätigkeit. Er wollte mich aber heute nicht auf den Untersuchungsstuhl quälen. Wenn der Muttermund geöffnet sei, wäre das jetzt auch kein Problem, denn wenn Belinda jetzt zur Welt kommen wollte, wäre das völlig O.K. Sie würde jetzt sowieso nur noch an Gewicht zunehmen.

Ich hatte inzwischen schon alle Dinge zusammen. Babyklamotten in 3 Größen, Babypflegeprodukte von Weleda und andere Utensilien wie eine Babywanne. Es fehlte nur noch der Familien-Babykorb. Der war noch in Nürnberg bei meinem Cousin, der im März 2001 Vater geworden war. Nun endlich truddelte er am nächsten Wochenende bei meiner Oma ein, die ihn zurechtmachen wollte.

Am Sonntag (03.11.2001) strampelte Belinda nochmal kräftig in meinem Bauch und Gary streichelte sie. Aber eigentlich hatten ihre Bewegungen schon nachgelassen. Ich laß das sei normal zum Schluß der Schwangerschaft, da das Baby ja eh nicht mehr viel Bewegungsfreiraum hätte und nach dem Schwangerenschwimmen fragte mich eine andere Schwangere ob ich auch weniger Kindsbewegungen spüren würde. Na ja, dann machte ich mir auch weiter keine Sorgen. Zur Wochenmitte hin hatte ich zwar so ein komisches Gefühl im Bauch, da ich sie weniger spürte, machte mir aber wegen der o.g. Gründe keine weiteren Gedanken darüber.

Am Freitag, 09.11.2001 (39.SSW) hatte ich eh eine Vorsorgeuntersuchung bei der Hebamme in der Arztpraxis. Da würde schon alles O.K. sein. Die Hebamme versuchte nun das CTG anzulegen, fand aber das herz nicht. Um nachzuschauen, sollte ich ans Ultraschall, damit sie die Lage des Herzens erkennen könne. Sie war sich aber nicht sicher, da sie selten mit dem Ultraschall zu tun hat. Als sie danach am CTG immer noch keine Herztöne fand, schickte sie mich zur Überprüfung ins St.Jospeh-Krankenhaus. Sie hätte mich gerne hingebracht, hatte aber leider noch andere Schwangere in die Praxis bestellt. Sie rief im Kreißsaal des Khs. an um mich anzukündigen und ich rief Gary an, damit er mich im Krankenhaus treffen könne. Ich fuhr dann alleine zum Krankenhaus vor.

                                                                        (C) Anne Geddes

 

 Geburt/Abschied  

 Belindas Eltern

 

 

 

 

 

 

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