(C) Anne Geddes 

                        Geschichten

 

Hier schreibe ich Geschichten auf, die Trost spenden sollen:

Wenn ihr andere Geschichten für meine Seite habt, könnt ihr sie mir gerne zuschicken.

 

         

 

Zwei Spuren Im Sand

Ein Mann kommt zu Gott in den Himmel. Gott führt den Mann zu einem großen Feld und zeigt ihm zwei Spuren, die Spuren seines Lebens. Der Mann fragt: "Woher kommt das zweite Paar Spuren?" Gott antwortet: "Das sind meine Schritte. Ich habe dich die ganze Zeit begleitet." Der Mann antwortet: "Aber manchmal sind nur ein Paar Schritte zu sehen. In der Zeit, in der es mir am schlechtesten ging, hast du mich allein gelassen." Gott antwortet: "In der Zeit, in der es dir schlecht ging, habe ich dich getragen!"

 

         

 

Die traurige Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist Du? Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme.stockend und leise, daß sie kaum zu hören war. "Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit mißtrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber ...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du denn nicht vor mir? Hast du denn keine Angst? "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, daß du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus? "Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu iht.

"Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf." Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du," begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, daß mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer." Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"oha ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zuläßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, daß ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach. dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?" " Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

"Ich bin die Hoffnung!"

(Inge Wuthe)

 

         

Die alte Seele

Es war einmal eine sehr, sehr alte Seele, die sehr viele Menschenleben auf der Erde gelebt hatte und deren Dasein als Seele ebenfalls zu Ende war, ja, bald würde sie mit der Ewigkeit verschmelzen und ein Stück davon werden.

Im Augenblick saß die alte Seele in der Leere zwischen ihrem letzten Leben und ihrer zukünftigen Verschmelzung und fühlte sich ein wenig einsam. Ihre besten Freunde waren auf und davon, die alte Seele konnte sie unten auf der Erde sehen, wie jeder von ihnen einen Menschen mit Eifer, Neugier, Staunen und den verschiedensten Gedanken erfüllte.

"Ich will dorthin!", sagte die alte Seele. "Ich habe immer noch eine gehörige Portion Freude übrig. Ich will dorthin und sie ihnen schenken." "Aber die Zeit, die dir vor der Verschmelzung bleibt, ist so kurz!" warnte der Wächter. "Natürlich kannst du ihnen Freude schenken, aber wenn du nur so kurze Zeit bleibst, schenkst du ihnen zugleich eine große Trauer, wenn du sie verläßt."

"Ich weiß", sagte die alte Seele, "aber ich will es trotzdem. Ich will ihnen so viel Freude schenken, daß sie ihnen nachher über die Trauer hinweghilft." "Dann soll es so sein, wie du willst", sagte der Wächter und schickte die sehr, sehr alte Seele los.

Daraufhin bekamen eine Frau und ein Mann auf der Erde ein Kind, das sie sich schon lange gewünscht hatten. Es war ein allerliebstes Kind, das ihnen vom Tag seiner Geburt an Freude bereitete, jene ungetrübte Freude, die Menschen empfinden, wenn ihre Seelen einander begegnen und sich voller Entzücken aus der Ewigkeit wiedererkennen.

"Aber bleibt dir nicht nur sehr wenig Zeit?", flüsterte die Seele der Mutter der alten Seele in dem kleinen Kind zu. Und obwohl die Mutter dieses Gespräch nicht hörte, weckte das Geflüster eine ahnungsvolle Unruhe in ihr, einene hHauch des Wissens, daß wir nichts auf der Erde besitzen, einer den anderen nicht und nicht einmal uns selbst. Alles wird uns schließlich genommen werden, alles was wir mit uns tragen, alle Lieben um uns herum, schließlich auch unser Leben und unser Körper.

Aber das Kind wuchs heran und die Freude, die es verbreitete, war so groß, daß die Mutter diesen Gedanken vergaß und der Vater ebenfalls.

Ja, die alte Seele durfte ihre Zeit genauso verbringen, wie sie es sich gewünscht hatte. Aber die Zeit war kurz, auch nach menschlichem Maß war sie kurz und der Augenblick kam, da die Verschmelzung stattfinden würde. Die sehr, sehr alte Seele erhielt den Ruf, daß sie sich unverzüglich zur Zeremonie einfinden sollte und mußte gehorchen.

Für die Menschen sah es so aus, als hätte ein plötzlicher Tod das Kind ereilt. Ihre Trauer war maßlos, henau wie der Wächter es vorhergesagt hatte. Aber da alle Erinnerung an das Kind nichts als Freude war, konnten sie ihre Trauer ertragen, genau wie es die alte Seele vorhergesagt hatte.

Und wo man früher die sehr alten Seelen hatte ihre letzte Zeit in der Leere warten lassen, bürgerte sich von nun an in der Ewigkeit die Sitte ein, daß die alten Seelen zu Menschen, die sie brauchten geschickt wurden, um ihnen große Freude zu schenken.

Die Freude gibt den Menschen die Kraft, die anschließende Trauer, die unausweichliche Trauer zu ertragen und allmählich in etwas Gutes zu verwandeln.

                 

My Angel

God sent to me an angel, it had a broken wing.

I bent my head and wondered "How could God do such a thing?"

When I asked the Father why he sent this child to me, the answer was forthcoming,

He said, "Listen and you will see. My children are all precious, and none is like the rest.

Each one to me is special, I send each one from the heavens and I place it in the care of

those who know my mercy, those with love to spare.

Sometimes I take them back again. Sometimes I let them stay.

No matter what may happen I am never far away.

So if you find an angel and you do not know what to do, remember I am with you,

love is all I ask of you."

(Paul Dammann)

         

Nichts ist so wie es zu sein scheint

Eine kleine Geschichte für liebe Menschen!

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.

Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen." In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen.

Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.

"Die Dinge sind nicht immer das was sie zu sein scheinen" sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, daß Gold in deisem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so daß er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, mußt du dich bloß darauf verlassen, daß jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bißchen Zeit vergangen ist ...

Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bißchen ...

Wunderschöne Fußabdrücke auf unseren Herzen hinterlassend ...

(Geschichte aus dem Forum der Sternenkinder-Eltern)

         

What makes a mother?

 

I thought of you all, I closed my eyes and prayed to God today. I asked what makes a Mother and

I know I heard him say, "A Mother has a baby. This we know is true."

But God can you be a  Mother when your baby's not with you?

"Yes you can!" He replied with confidence in his voice, "I give many women babies, when they leave

is not their choice." "Some I send for a lifetime and others for a day. And some I send to feel your womb

bot there's no need to stay."

I just don't understand this God, I want my baby here. He took deep breath and cleared his throat and then

I saw a tear. I whis I could show you what your child is doing today. If you could see your child smile with

other children and say, "We go to earth to learn our lessons of love and life and fear. My mommy loved me oh so

much I got to come straight here. I feel so lucky to have a Mom who has so much love for me I learned my lesson

very quick. My Mommy set me free. I miss my Mommy oh so much but I visit her each day. When she goes to

sleep on her pillow's where I lay. I stroke her hair and kiss her cheek and whisper in her ear, Mommy don't be

sad today I'm your baby and I'm here."

"So you see my dear sweet one, your children are OK. Your babies are here in my home and this is where they'll

stay. They'll wait for you with me until your lesson is through. And on the day that you come home they'll be at

the gates for you. So now you see what makes a Mother. It's the feeling in your heart. It's the love you had so

much of right from very start.Though some on earth may not realize that you are a Mother until there time is

done. They'll be up here with me one day and know you're the best one.

(Written with love for all the Mother's missing their babies by Jennifer Wasik)

         

Mother Nature

 

If we, as parents, waited nine long months for the  birth of your baby, would you not expect us to love him?

If we brought our new baby home, would you not expect us to care for it, and adore it?

Anything less would be considered abuse, wouldn't it?

 

But what if it cries only once, and our happiest memories are of the months he lived and grew within?

What if it's baby blue eyes open only once, and all the pictures in it's album can be counted on one hand?

What happens then?  What do we do when the milk comes in, and no one is here to drink it?

Or we awaken for the two a.m. feeding and rush into the nursery, only to find it empty?

 

What happens when my tummy begins to flatten, and my pregnant body returns to "normal", and we still have no

little one to hold? Where are the smiles ? Where is the joy ? WHERE IS THE BABY ?

What if morning sickness suddenly becomes mourning sickness, and postpartum depression occurs in the

midst of grieving for a baby?

 

And what if the only cries in our house, are our own? How do we explain everything nature intended to happen

when a baby is born, still happens? Except the most important part! Apparently, my tummy is empty. And yet the

cradle is empty, too. May mind can't comprehend this craziness. What if our love continues to grow as the weeks

and months and years gradually slip away, And our precious little baby ... Never ... Comes home ?

(Author Unknown)

         

Der Seelchenbaum

 

Weit draußen, einsam im öden Raum steht ein uralter Weidenbaum noch aus den Heidenzeiten wohl, verknorrt und verunzelt, gespalten und hohl. Keiner schneidet ihn, keiner wagt vorüberzugehn, wenn's nicht mehr tagt, kein Vogel singt ihm im dürren Geäst, raschelnd nur spukt drin der Ost und West; doch wenn am Abend die Schatten düstern, hörst du's wie Sumsen darin und flüstern.

Und nahst du der Weide um Mitternacht, du siehst sie von grauen Kindlein bewacht: Auf allen Ästen hocken sie dicht, lispel und wispeln und rühren sich nicht. Das sind die Seelchen, die weit und breit sterben gemußt, eh' die Tauf' sie geweiht: Im Särglein liegt die kleine Leich', nicht darf das Seelchen ins Himmelreich. Und immer neue, -siehst es du ? - in leisem Fluge huschen dazu.

Da sitzen sie nun das ganze Jahr wie eine verschlafene Käuzchenschar. och Weihnachts, wenn der Schnee rings liegt und über die Länder das Christkind fliegt, dann regt sich's, pludert sich's, plaudert, lacht,                                           ei, sind unsre Käuzlein da aufgewacht! Sie lugen aus, wer sieht was, wer? Ja freilich kommt das Christkind her! Mit seinem helllichten Himmelschein fliegt's mitten zwischen sie hinein:

"Ihr kleines Volk, nun bin ich da - glaubt ihr an mich?"  Sie rufen: "Ja!" Da nickt's mit seinem lieben Gesicht und herzt die Armen und ziert sich nucht. Dann klatscht's in die Hände, schlingt den Arm ums nächste - aufwärts schwirrt der Schwarm ihm nach und hoch ob Wald und Wies' ganz graden Weges ins Paradies.

(Ferdinand) 

           

                                                        

 

 

 

  Gedichte/Gedanken

 

 

 

 

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